Deutzen22

Deutzen22

----- Handbuch für Lesungen ----- Marsmensch -----

Ode an den Mond


Ach, guter Mond, ich danke Dir,
du machst das Leben mir so leicht!
Und in des Sarges Dunkelheit
zu Deiner Bahn mein Sehnen reicht.
Steig ich herauf aus düst'rem Raum,
des Abends, wenn Dein Licht mir scheint,
nehm ich ein Mädchen bei der Hand
und steh mit ihr im Blick vereint.
Bewundernd schaun wir beide dann
zu Dir empor, doch ich nur kurz.
Ihr Hals ist jetzt so schön gestreckt,
da ist mir Dein Gescheine schnurz.

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evtl. Facette extra

Facette


Wenn ich nur eine Facette
hätte,
dann wäre ich ziemlich flach,
ach.
Wär nur ein zweidimensionaler Edelstein,
würd von der Seite gar nicht zu sehen sein.
Das wäre ein ziemlich gefährliches Leben,
der kleinste Windstoß könnte mich heben.
Gleich einem Blatt vom Baum würd' ich fliegen
und irgendwo plötzlich im Drecke liegen.
Der Hausmeister käme und nähme den Besen,
das wär dann mein reichhaltiges Leben gewesen.

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Quedlinburg


Laufen, so leicht
über schwere Steine jahrhundertealt,
das hält mich jung.

Mein Blick voraus
durch Häuser - um Ecken - siebenmeilenweit,
ich seh Dich schon.

Und da bist Du,
atemloser Mund küßt Mund zu atemlos.
Wer braucht schon Luft.

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Fliegende Küßchen


Ein kleines Küßchen laß ich um Dich kreisen
im Flugzeug sieben Zentimeter lang.
Du solltest schnell den Landeplatz ihm weisen,
ein kleines Flugzeug hat 'nen kleinen Tank.

Zehn kleine Küßchen laß ich um Dich kreisen
so schnell, daß Dir beim Hinsehn schwindlig wird.
Sind mutiger, da sie in Gruppe reisen,
paß nur schön auf, damit sich keins verirrt.

Einhundert Küßchen laß ich um Dich kreisen
wie Hummeln, die vom Klee besoffen sind.
Dann suchen sie in Deiner Kleidung Schneisen
und Rock und Bluse flattern wie im Wind.

Ich will nun diese Schneisen eilig nützen
bis zu den Stellen, die sie sich erwählt.
So laß ich suchen meine Fingerspitzen
und finde sie...doch das wird nicht erzählt.

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Der Kalle-Zyklus


Mein Kumpel Kalle ist ja nun eher so der romantische Typ. Aber halt auch ein bissel schüchtern.
Wär damals fast nix geworden mit seiner ersten Freundin. Das war nämlich so...

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Nun saßen sie da am Ufer des Sees, den Sonnenuntergang zu betrachten. Auf einer Bank, versteht sich, denn ein wenig kühl sollte es werden an diesem Abend. So hatte er denn auch fürsorglich seine Jacke drapiert um ihre Schultern. Und seinen Arm auf der Lehne, umfassend ihre Schultern, doch ohne sie zu berühren. So lange kannte man sich ja noch nicht, daß er sich mehr getraute. Und wohl tat er daran, denn ihre Gedanken waren freilich: "Wenn er es nur wagt, die Hand noch um eines Fingers Breite weiter zu schieben, so schlag ich ihm drauf mit Vehemenz!".
So saßen sie denn in Betrachtung versunken eines Vorgangs, der schon Generationen entzückte und noch weiterhin entzücken mag, bis man es uns dereinst abgewöhnt haben wird. Wohl eine halbe Stunde lang oder ein wenig mehr. Und stolz auf seine Ritterlichkeit und Beherrschung wuchs in ihm. In Ihr jedoch wuchs der Gedanke "Nein, daß er mich wirklich liebt, ist wohl nicht anzunehmen.
Denn es überkommt ihn ja nicht!"

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Hat dann aber doch noch geklappt mit den beiden. Brachte natürlich auch Arbeit für Kalle mit sich. Und Ausgaben. Zum Beispiel für Blümchen...

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Kommt also Kalle in den Blumenladen und sucht da so'n bissel hilflos herum. Dann sieht er ein Schild "Laßt Blumen sprechen". Also geht er weiter durch zum Tresen und fragt die Verkäuferin.
"Ja also äh ich möchte äh..."
Die Verkäuferin ist vom Typ 'so breit wie hoch' und hat den Blick einer Kettensäge mit Zahnschmerzen.
"Ja und?"
"Jaa also äh die Blumen sollen meiner Freundin sagen, daß ich mit ihr in den Wald und so und spazierengehen..."
"Klar, und?"
"Und dann sollen sie noch sagen, daß ich mit ihr an einem ruhigen schönen Plätzchen..."
"Ja - weiter!"
"Und daß ich sie da küssen möchte..."
"Alles klar. Weiß wat se wollen... Kennt Ihre Freundin die Blumensprache?"
"Ja ja, das weiß ich genau" "Ok, wartense..."
Die Quadratische dreht sich um und kramt 'ne Weile in einem alten Blecheimer herum.
Dann gibt sie Kalle einen grünlichen unansehnlichen Stengel.
"Äh...wie jetzt?...das soll..."
"Na klar. Gehmse das Ihrer Freundin, denn weiß sie Bescheid. Das Zeug vertreibt die Ameisen!"

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Naja er war dann mit der Waldelfe zusammen. Aber da hatte er nix zu lachen. Die hat sich in kürzester Zeit das Verhalten von drei alten Ehefrauen angeeignet. Bei seiner etwas lockeren Lebensweise mußte das ja mal schiefgehn! Kommt er also eines Abends angeschackert nach Hause. Das Dreifachwesen steht da im Flur mit'n Besen in der Hand. Wird der doch die Alte fragen:
Ey, machste noch sauber oder fliegste noch ne Runde um den Schornstein?...
Nach einer Woche durften wir ihn dann im Spital besuchen. War schwer zu erkennen, die hatten ihn sehr beeindruckend zurechtgemacht. So als Herrscher aus vorchristlicher Zeit. (kreisende Bewegungen) Gut daß er nur den linken Arm gebrochen hatte. Sonst hätten wir den ganzen Kognac wieder mit nach hause nehmen müssen.
Etwas verkalkuliert hatten wir uns mit der Menge. Wißt ihr, wieviel Kognac in so'ne Pinkelente geht? Und der Bettnachbar muß ja auch was abkriegen, damit er die Klappe hält! Also denkt bei eurem nächsten Besuch bei Onkel Willi dran - wenigstens einen Liter solltet ihr schon mitnehmen!

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Klar bin ich da regelmäßig drinne, Herr Oberpolißei. Zweimal die Woche. Man muß doch eine Regelmäßigkeit im Leben haben. Nicht so chaotisch. Wird ihnen jeder Arzt bestätigen. Nur daß gestern plötzlich meine Freundin an meinem Hocker stand und Zoff machte. Dabei hatte ich da erst 4 und 4 intus. Nee, halt - eine Saalrunde von Maxe noch. Mußte ich mittrinken, obwohl ich ja lieber Korn...jaaa ok klar also weiter. Und bittschön sprechense nicht so laut. Jedenfalls ist die dann bald wieder abgehauen. Jetzt hat sich aber mal gezeigt, was Kumpels sind. Die nächsten Gedecke hab ich alle spendiert gekriegt! Und das für'n paar Minuten Geschrei! Sehnse - Freunde in der Not oder so. Obwohl mir nicht so ganz klar war, warum sie mich jetzt bedauerten. Junge nee, hatte ich zu tun.
Irgendwann bin ich dann aber doch lässig von meinem Hocker geglitten, weil ich nach Hause wollte. Ging auch ganz gut, obwohl ich ein paar Dinger mehr als sonst drin hatte. Der Teppich kroch mir entgegen und zog eine Tür hinter sich her. Die hab ich dann mühsam aufgemacht. Eine merkwürdige Konstruktion - die Klinke auf der Straßenseite ist in normaler Höhe, das weiß ich noch ganz genau. Aber gestern von drinne - kaum zu erreichen. Habs aber geschafft. Man will sich ja nicht vor seinem Hund blamieren. Draußen sagte der Fußabtreter "Hallo Fußabtreter" zu mir. Da war ich aber doch froh, daß auch Andere so schusslig sind wie ich. Aber meine eigene Stimme hat er perfekt nachgemacht, alle Achtung.
Am Weitergehen wurde ich allerdings gleich gehindert. Da stand ein Paar Damenschuhe im Weg. Ich konntse leider nicht wegschieben, waren schwerer als ich dachte. Und die konnten auch reden. "Du versoffener Kerl, Du, laß meine Beine in Ruhe! Die wirst Du nicht mehr anfassen geschweige denn und ich dumme Trine komm extra zurück, um zurückzukommen. Vielleicht hätte ich mich sogar entschuldigt dafür, daß ich Dir eine Szene vor all den anderen Suffköppen und weggelaufen bin. Aber recht hatte ich, jawohl recht recht recht!"
Ha! Sehnse, hier, nur einmal hat mich so'n Pfennigabsatz --- haben wir eigentlich noch Pfennige? Jedenfalls hab ich gerade noch meine Hände in Sicherheit meine Reflexitizionen sind nämlich prima in Ordnung. So konnte ich wenigstens meine Ohren schützen:
"Das sage ich Dir, Du wirst mich nie mehr wiedersehen. Und wenn Du mich irgendwo wiedersiehst, rate ich Dir, daß Du mich nicht siehst. Sonst...!!!"
Die Schuhe waren plötzlich weg. Aber das alles hat mich ganz schön angestrengt. Da bin ich dann eingeschlafen. Passiert mir zu hause auch. Auf'm Sofa. Nur daß das Sofa dort vor meiner Kneipe kleiner und dreckiger war. Aber hätten sie ein bisken gewartet, hätten sie mich da nicht wegholen brauchen. Ich wache jeden morgen automatisch um halbsieben auf. Jawoll, schon seit Jahren. Ich bin ein ordentlicher Mensch!

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Nun ja, mancher braucht erst einen ordentlichen Schock, um wieder ins halbwegs normale Leben zurückzufinden. Den hatte er dann ja auch. Aber erst mal einen Mordskater.

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Oh mann, watn Krach da draußen! Ich will noch schlafen! Gottverdammich!
Na, nun ist es sowieso vorbei. Wenn man erstmal Wut hat, daß man nicht mehr schlafen kann, dann kann man vor Wut nicht mehr - ach so, ist ja klar. Also hoch. Aua aua aaaah ! Mein Kopf! Ach ja, die Party gestern...
Na jetzt sitz ich erstmal. Und schon einen Rasenmäher im Schädel. Soll ich wirklich aufstehen? Aber ich hab Durst. Von was hab ich...ja richtig. Also muß ich wohl raus aus dem Bette. Junge nee! Der Rasenmäher will fort mit mir. Aber nicht dahin wo ich will. Bloß festhalten. Gleich hier an der Klinke am besten. Und schön an die Tür gelehnt. Das sollte erstmal ein bissel Ruhe ins System bringen.
Aber daß hier 'ne Tür ist...schon irgendwie seltsam. Da ist das Fenster. Gut so. Bitte bleib da. Da ist..ei wei, bloß den Kopf nicht so schnell drehen. Also da ist noch 'ne Tür, ist gerade offen. Na ok, war, glaub ich, schon immer da. Oder? Jedenfalls ist hier jetzt noch 'ne Tür. Mein Gott was muß ich alles gesoffen haben. Kenne meine eigene Wohnung nicht mehr. Dreht sich aber auch alles. Und obwohl ich gerade stehe, steh ich schräg. Warum bloß? Schon irgendwie ulkig. Gehört aber wohl dazu. Muß vielleicht ein bissel abwarten.
Aber ich hab Durst! Ich muß in die Küche! Also los!
 
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Tja, und dann kommen wir zum Schock---

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"Hallo hallo! Aufwachen, mein Guter! Genug geschlafen! Na sehnse, geht doch. Ich muß nämlich den Tropf abmachen. Und zuviel schlafen dürfense in ihrer Situation jetzt sowieso nicht.
Was, wie? Ach Situation - na Sie haben eine Platzwunde auf der Stirn, eine leichte Gehirnerschütterung und ein bissel Blutverlust durch die vielen Schnittwunden. Einen Schreibberuf haben Sie doch nicht, nein? Is nur wegen dem Finger.
Was, wie? Ach Schnittwunden - na von dem Glaseinsatz in der Tür, mit der Sie umgefallen sind. Schon seltsam, Sie haben sie doch extra ausgehoben, damit Ihre Partygäste besser und so. Daß Sie beim Einhängen damit umfallen, also wissense. Na sehnse, Sie könn ja schon wieder ein bissel grinsen. Sind'n Stehaufmännchentyp, wa? Hihi...
Was, wie? Ach noch ne Tür. Nee, natürlich nicht. Könnse ganz beruhigt sein. Wird doch wohl'n Weilchen dauern, bisse Ihre Gehirnerschütterung los sind. Plappern ein Zeugs, na wissense. Is aber alles völlig normal.
Wir kriegen Sie schon wieder hin, mein Gutster.

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Naja war vielleicht alles ganz gut so wie es gekommen ist und gottseidank hat er ja nun nach dem Schock eine hübsche solide Freundin. Und ein Dreifachwesen isse ja nicht, wie's scheint.........

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Limericks


Ein bayrischer Bursche aus Jodelstein,
der stieg bei 'nem Mädel ins Fenster ein.
Dann las er Gedichte
und Börsenberichte.
Jetzt heißt er im Dorf "das perverse Schwein".

Es war mal ein Mädchen aus Frechen,
das mußt' seiner Mutter versprechen:
"Um elf Uhr zu hause!"
"Ich trinke nur Brause!"
Trotzdem tat's dann später erbrechen.

Das Mädchen sprach: "Nicht auf den Mund!
Ein solcher Kuß ist ungesund!"
Der Freund hats verwunden
und küßt weiter unten
Das Mädchen ist jetzt kugelrund.

"Im Neuen Jahr will ich" - sprach Meier
"mal fremdgehn mit Nachbarin Beyer".
Er hat's dann versucht,
doch sie hat geflucht
und trat ihm sofort in die Hüfte.

Den Superstar traf 'ne Rakete
Silvester ins Ohr, weil es wehte.
Am anderen Ohr,
da kam sie hervor.
Und lustig ging weiter die Fete.

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Das Leben


Du willst mit Kumpels kräftig einen heben,
doch plötzlich macht Dein Magen nicht mehr mit
und irgendwer schreit laut und schrill "igitt".
Jetzt weißt Du:
Das störende am Leben ist das Leben.

Du bist grad beim Gedankennetze weben,
das Schreiben geht Dir locker von der Hand,
doch Druck im Darm zerreißt der Worte Band.
Da weißt Du:
Das störende am Leben ist das Leben.

Du hast grad die Strukturtapete kleben,
rührst neuen Leim und nimmst Dir noch ein Bier.
Die Freundin - geht mit Koffer aus der Tür.
Du weißt schon...
Das störende am Leben ist das Leben.

Du wolltest niemals mehr Dein Herz vergeben
und Ruhe sollte einzieh'n tief in Dir,
doch läuft da diese Frau Dir ins Visier.
Ach, weißt Du:
Das störende am Leben ist das Leben.

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Mein Bett


Mein Bett hat mich gefragt nach Dir, mein Schätzchen,
es meint, da wäre jederzeit ein Plätzchen.
Ein altes Bett, das muß es schließlich wissen:
Der Platz reicht aus beim Lieben und beim Küssen.

Es würd sich amüsieren, wenn Du's glattziehst,
es weiß ja, daß Du später nicht mal hinsiehst
und kräftig mithilfst, wenn wir es zerwühlen.
Da wüßt' es dann, daß wir uns wohl drin fühlen.

Und solltest Du ein wenig zu laut stöhnen,
das könnt' es leicht mit Quietschen übertönen.
Ein Stehaufmännchen fände es recht niedlich,
ein Glühwürmchen, das wär ihm viel zu friedlich.

Am Morgen wird es uns 'ne Pause gönnen,
daß wir beim Frühstück Kräfte sammeln können.
Und später muß es vor Vergnügen quieken,
wenn uns die Krümel in den Hintern pieken.

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freche Verse


Der heilige Sebastian,
der zog im Winter wenig an.
Da fror ihm ab der Finger.
Na und?
Den braucht er nicht im Himmel.

Herr Müller, der von nebenan,
der machte sich an Lieschen ran.
Ihr Hund biß in die Hose.
Na und?
Er denkt nie mehr an Küsse.

Gerlinde von der Heilsarmee,
der tat ein geiler Saufbold weh.
Sie trat ihm an die Beine.
Na und?
Er spricht jetzt etwas higher.

Das Faschingsgirl im Nachtgewand,
das biß den Räuber in die Hand.
Er wollt ihr an die Schleifchen.
Ts Ts !
Sind das denn gute Sitten?

Ein guter Schütze war Herr Weiß,
bekam beim Schützenfest den Preis.
Zuhause traf er oft daneben.
Na und ?
Fünf Zentimeter sind kein Klafter.

Der Fallschirmspringer Gustav Jung,
fiel auf den Draht der Hochspannung.
Da war er nicht mehr ganz.
Na und?
Er braucht nie mehr 'nen Hut.

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Des Künstlers Laune ist oft eingetrübt,
wenn jemand nicht das Werk zu schätzen weiß,
stattdessen nur Verwertbares des Umfelds liebt
und Nützliches in jeder Form mehr zählt als Fleiß

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