I N H A L T
Mittelmaß
Mein Pech mit'n Mondflug
Aufruf: Rettet den G.V.
Sabinäh!
Ein lustig Lied vom Legomann
Hinweise
Literaten
Mittelmaß
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Hey ihr Typen,
strengt Euch mal'n bischen an,
sonst seid ihr morgen Mittelmaß,
wenn ihr so weitermacht.
Also trainiert schön. Auch im Kopf.
Du da, Mediengeiler,
morgen wirst Du zwei Leichen öffnen
vor drei Kameras mit vier nackten Assistentinnen
Und übermorgen im Kindergarten.
Nun wetze die Messer.
Gnädigste
werden nicht die Augen zumachen,
wie beim letzten Flug durch den Film-Feuerball.
Und eh ichs vergesse: Morgen sind's zwei.
Natürlich auch mehr Leichen und Scherze.
Na klar, Actionheld,
wirst Du morgen ein Kind erschießen.
Alte Leute, das bringt optisch nichts. Aber Tiere
und Kinder. Das kommt beim nächsten Film.
Und übe zielen, ein Kind ist klein.
Genau, Filmbösewicht,
Du wirst den bösen Diktator spielen.
Die Leute brauchen ein Ziel für ihre Wut.
Der Held da wird für sie kämpfen gegen Dich.
So bleiben sie in den Pantoffeln.
Aber sicher, Weißkittel,
wirst Du anschließend ein Baby schlachten.
Oder soll's Dein Kollege machen?
Wir haben das doch nicht umsonst gezüchtet
als goldkackendes Ersatzteillager.
Ja doch, Sensibelchen.
Mach Deinen Naturschutzfilm.
Aber vergiß nicht: Geld gibts für Quote.
Also denk dran: Auch Tiere poppen.
Kapiert? Na siehst Du.
So nicht, Filmfritze!
Du wirst die Kamera schön draufhalten
auf Tränen und Tote und blutige Unfallopfer.
Billiger gehts nicht, die Leute zu härten
für die kommenden Kriege.
Aufruf zur Rettung einer bedrohten Menschenart
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Es ist gut und richtig, daß uns vom Aussterben bedrohte Tierarten nahegebracht
werden, auf daß sich Herz und Portemonaie öffnen mögen. Dabei geraten bedrohte
Menschenarten jedoch leicht ins Abseits der Gedankenlosigkeit. Deshalb möchte
ich Ihnen heute den "Stinknormalen, voll zurechnungsfähigen Gewaltverbrecher
(violentor vulgaris)" ans schon erwähnte Herz legen.
Wer die Medien aufmerksam verfolgt, wird feststellen, daß es den Obengenannten
(im Weiteren als G.V. bezeichnet) kaum noch gibt. Schon in den ersten Sätzen einer
Nachricht über ein Gewaltverbrechen wird darauf hingewiesen, daß der Täter geistig
nicht auf der Höhe ist. Zumindest aber "verstört". Hier gibt es also für uns keinen
Handlungsbedarf. Diese Täter sind oder werden noch gut versorgt. Im Vorfeld ihrer
Tat bekommen sie Verhaltenstips in Form von Pressemitteilungen oder Fernsehauftritten anderer G.V.,
denen sie alles Brauchbare entnehmen können. Danach bekommen sie einen guten Anwalt,
der das Weitere regelt, sowohl für den Täter als auch für sich selbst. Von den Opfern
soll hier nicht die Rede sein, die sind hierzulande ja ohnehin bestens versorgt,
wie man weiß.
So gehen wir denn Zeiten entgegen, wo es nur noch und ausschließlich den
unzurechnungsfähigen, nicht bestrafbaren Täter gibt. Jedermann sollte aber inzwischen um
die Schädlichkeit von Überzüchtungen wissen. Wir sehen es ja z.B. an derartigen
Blumen. Diese sind freilich sehr hübsch anzusehen, jedoch überempfindlich in Handhabung
und Pflege. Oder nehmen wir, im vergrößerten Maßstab, Monokulturen. Wie groß ist hier
doch die Gefahr von Infektionen mit verderbenbringenden Krankheitskeimen, die die ganze
Arbeit zunichte machen. Leicht kann also die Arbeit mit unseren G.V. ins Desaster
umschlagen.
Was also ist mit den Tätern, die aus irgendeinem Grund nicht in der Lage sind, die
vielen gutgemeinten Hinweise auszuwerten und für sich nutzbar zu machen? Sollten wir
da nicht endlich auch etwas Arbeit investieren, sie für uns zu erhalten? Ein
Wachsfigurenkabinett oder die Tiefkühltruhe sind da ein nur unzureichender Ersatz.
Schlimmer noch, einige sich auf dem geistigen Horizont einer knieenden Ameise befindenden
Sozialwissenschaftler reden sogar von Sterilisation. Der richtige Weg wäre jedoch
Ausbildung in den einschlägigen, notfalls sogar mittelalterlichen Gewaltpraktiken sowie
dazu passenden unverschnörkelten Verhaltensweisen.
Während es inzwischen ja sogar ein Wiederbesinnen auf die Schönheit wildwachsender
Blümchen gibt, tun wir bei unseren G.V. garnichts. Immerhin, in den mit leichter Hand
am Fließband produzierten Actionfilmen werden die Bösewichte nicht mit Rasenharken
belohnt. Aber leider fehlt im Abspann dieser Filme der Hinweis, diesen Fakt mit ins
Leben hinauszunehmen. Eine verzeihliche Nachlässigkeit, die aber bei kommenden Filmen
wohl korrigiert wird.
Wie sehr die o.g. G.V. zum Leben gehören, sollte uns auch das Liedgut eines Volkes zeigen.
Das schöne Lied "Warte warte nur ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir" hätte
mit einem, sagen wir mal, bekloppten Täter nicht diesen Eingang in die Herzen finden
können. Die Möglichkeit, daß wieder einmal ein solch wertvolles Stück Kulturgut entsteht,
schwindet aber von Tag zu Tag.
Zusammenfassend möchte ich also noch einmal dringlich machen : Die Zeit zur Rettung des
G.V. läuft uns schnell davon. Wir aber bleiben hier zurück am Tatort der Vernichtung des
G.V. Das sollte uns doch zu denken geben.
Sabinäh!
"""""""""
Ich könnte das nicht eine Stunde,
Sabinäh,
schlau reden, als ob ich jetzt mitregier.
Gelaber in weltfremder Runde,
Sabinäh,
Du saugst es glatt auf wie ein Klopapier
Dein Blick, der ist wie 'ne Hypnose,
Sabinäh,
der klammert die faltigen Männer fest.
Ne prima Betroffenheitschose,
Sabinäh!
Das zieht ihren Pinseln den letzten Rest.
Die Fragen, die sollen sie ausziehn,
Sabinäh,
doch sie haben neunhundert Hemden an.
Zu Dir ins Licht kommen sie gern hin,
Sabinäh,
hier könn' sie sich spreizen wie'n Auerhahn.
Bei Michel wirds feucht in der Hose,
Sabinäh!
Er freut sich, wie Du sie da zappeln läßt.
Zum Sendeschluß noch 'ne Rose,
Sabinäh!
Die Ehrlichkeit feierte heut ein Fest.
Legomann
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Mein lieber kleiner Legomann, nun siehst du, es wird Alles gut.
Bist nicht mehr nur der Saubermann, darfst rauslassen Deine Wut
Hast Häuschen bau'n müssen und Kräne drehn
und mußtest immerzu propper aussehn.
Das hast Du jetzt satt, das sieht man ja ein,
drum darfst Du nun auch mal der Bösewicht sein.
Deine Väter ham' sich angepaßt, mein schnuckliger Legomann,
auch Du bist nun ein Powertyp und näher am Leben dran.
Topclever sein ist angesagt, da mußt Du auch was dafür tun
und grimmig das Gesicht verziehn, wie'n Held aus dem Monstercartoon.
Dann hurtig hopsen hinein in den Renner,
vom Highway schubsen die anderen Penner.
Im richtigen Leben da wär'n sie jetzt tot,
im Legoland wird nur die Scorebox rot.
Deine Väter.....
auch Du.....
Gar lange hast du nichts gedurft, als lauter so'n Kinderkram,
und höchstens mal Piratenjagd, und immer hübsch fair und lahm.
Die Transformer ballerten anderswo,
Du hast es verpennt auf dem Puppenklo.
Hast nicht gedurft, was die Kinder so lieben:
Cool Autos zerschrotten und Unfälle üben.
Deine Väter.....
auch Du.....
Den Kindern hast Du beigebracht das Denken und Konstruier'n,
hey, laß mal diesen Quatsch jetzt sein, Du mußt für's Leben trainier'n.
Zusammen spiel'n ist megaout und kreativ ist krank,
Film und Werbung zeigt es uns tagtäglich gottseidank.
Kaputtgemachtes wird neugekauft und hilft damit dem Markt,
Gewalt ist Übung für Leben und Krieg und macht uns dafür stark.
Mein Pech mit'n Mondflug
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Jetz brauch ich aber endlich mal richtige Hilfe weil es hat nicht geklappt. Ich bin stinksauer!
Ich hab damals meine ganze Knete zusammen, also gerafft und bin raus aus old germeny und hin zu
den Ami's. Weil, ich wollte es richtig machen und auch optisch lecker. Und hab mich da
eingeschlichen bei denen ihr Raumfahrtzenter. Hab einfach 'nen Pickup und dann vollgehaun das
Ding mit Marshmellohs und dann den Verkäufer gemimt. War ich echt gut mit die Dinger, wer außern Ami
würde sonst diese ekligen Dinger anfassen.
In die Rakete das ging auch prima. Und mitsamt nen Raumanzug übern Arm und 'ne Kittelhose
an. Denn brauchte ich bloß noch beides tauschen und warten, bis das Ding abzischte.
Na ja, mehr abklapperte und schüttelte. War nich lustig in mein Versteck. Als es denn wieder
ruhig war, konnte das ja nur der Mond sein. Hab ich noch ne Weile gewartet und bin dann auch
raus.
Und jetze die Scheiße, ja! Mach ich also den Raumanzug auf und aber nüscht mit explodierende
Kompression oder so! Ich wollte so schön auf'n Mond verstreut sein, also richtig viel Platz
einnehmen! Und hätt'n Rekord gehabt. Stattdessen stand ich da und alles ruhig und weiter nix.
Auch keine Sterne und bloß ne ganz kleine Sonne. Wo ich mir nachher beim rumtappen die
Knie an 'nem Schaltschrank gestoßen hatte, hab ich mir ja noch nüscht gedacht. Aber denn
hab ich da rumgemacht an alle Hebel.
Mann war ich sauer! Weil plötzlich stand ich mutterseelenallein in eine große hellerleuchtete
Turnhalle. Bloß gut, daß die ganzen Kameras da aus waren. Erst mein doofes Gesicht und denn
mein Getobe dis wär alles aufm Film nee bloß gut. Denn hab ich mich also da rausgeschlichen
und war schon wieder sauer. Da war keiner, den das Zeug da noch interessiert hätte. Umsonst
geschlichen. Mensch die hätten aber auch irgendwo hinschreiben können, daß
sie nur 'nen Film drehn.
Nun bin also wieder hier und brauch jetze aber das sagte ich ja schon. Jedenfalls von
Fachleute. Also wenigstens so ähnlich wie aufm Mond, der dann keiner war, will ich abkratzen.
Spektakulehr, um mal dis Modewort zu benutzen. Bitte ratet mir was richtig Gutes! Aber
nicht sowas wie die Schattels! Macht nüscht her. Und wenn man Pech hat, wird man von dis
Ding eher in die Luft als daß man selber ne Chankze dazu hat. Haben wir ja nun zweimal
gesehn. Dis gildet dann ja nicht. Seit das Ding mit der Columpia wird auch so bald auch
keine Gelegenheit mehr sein zu was Vernünftiges. Mist aber auch, falscher Flieger, kann
man sagen. Solln sich mal'n bisken beeilen mit'n Mars. Sonst werd ich immer älter, aber
nich berühmt.
Hinweise zur Anhebung der Effizienz bei der
Berichterstattung über die sogen. Kindermörder
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Bisher war die Berichterstattung über Kinderschänder und -mörder zwar einigermaßen
ausreichend, aber mehr oder weniger vom Zufall abhängig. Bei straffer Planung und Organisation
ist hier jedoch noch viel mehr an Effizienz zu erreichen. Zum Einen kann die Sicherung, ja sogar
die Schaffung von Arbeitsplätzen im Medienbereich verbessert werden. Zum Anderen kann eine
Zunahme des Bevölkerungsteiles erreicht werden, der sagt: "Unter Adolf (Erich, Diktator XYZ etc.)
wäre das nicht passiert".
Die Betrachtung "Wem nützen die Skandale in unserem Skandalonien" führt zwangsläufig dazu,
daß ebendiese Nutznießer aufgefordert sind, mehr in o.g. Planung und Organisation zu investieren.
Hier sei insbesondere auf einige wichtige Punkte hingewiesen:
1)
Zuallererst sollte im Volk das Gefühl erzeugt werden, daß Begriffe wie z.B. Kindermörder in
unserer fröhlichen Zeit etwas unzeitgemäß Belastendes haben. Das Beispiel Amerika sollte ins
Bewußtsein gerückt werden, wo es in Todesfällen ja auch heißt: "Wir haben sie/ihn verloren".
Kinderverlierer klingt doch gleich viel hübscher. Schließlich, was verloren wurde, kann ja
wiedergefunden werden. Irgendwo. Irgendwann. In irgendeinem Zustand.
Daß das jeweilige Kind bis zu dem jeweiligen etwas unangenehmen Zwischenfall in einer
freiheitlich-demokratischen Ordnung leben konnte, sollte auch nicht aus dem Blickfeld geraten.
2)
Auch bei mehrfachen Fehleinschätzungen einer Ärzte- oder Expertenkommission, z.B. bezüglich
eines gegebenen Sexualtäters dürfen Forderungen betreffs Gehaltsrückerstattung oder gar
Entlassung nicht gestellt werden. Was bei einem Arbeitnehmer als bewährte Maßnahme gilt, würde
bei den o.g. Fachkräften sofort die Entscheidungsfreudigkeit lähmen.
3)
Letztgenannter Punkt dürfte auch den rechtzeitigen psychologischen Aufbau des jeweils nächsten
Kinderverlierers erleichtern, so daß hier eine gewisse Regelmäßigkeit im Auftritt erreicht wird.
Doch auch nichteinsitzenden Quereinsteigern sollte eine Chance gezeigt werden. Durch die Presse
kann der Unentschlossene auf Fernsehauftritte, clevere Anwälte, lukrative Heimplätze u.ä. nach
einer einigermaßen medienwirksamen Tat hingewiesen werden.
Merke: Ein Kinderverlierer ist zwar etwas defekt im Hirn, kann aber lesen, auswerten und günstige
Bedingungen für seine medienunterstützenden Absichten erschnuppern. Daß weltweit einige hundert
Millionen Menschen mit schwerer Kindheit nicht auch immer zum Mörder o.ä. werden, liegt
vermutlich daran, daß niemand ihnen ihre Möglichkeiten aufgezeigt bzw. geschaffen hat.
4)
Fernsehauftritte von Kinderverlierern sind ähnlich wie die von Stasigrößen sehr lehrreich.
Sie vermitteln auf anschauliche Weise die Erkenntnis: "Mach nichts halbherzig, sondern
bringe Dich voll ein, dann hast Du Erfolg und Ruhm".
Schnell ist ein Kinderverlierer als gefährlicher Bösewicht dargestellt und verschrien. Dabei
stehen doch den Medien alle Möglichkeiten offen, ihn als kurzweiliges Schlitzohr a la Dagobert
darzustellen. Der Unterhaltungswert könnte dadurch immens gesteigert werden. Auch auf ein
weiteres Buch mit Insiderwissen könnten wir uns dann freuen.
6)
Die Veröffentlichung quengelnder Hinweise, daß es in Skandalonien viele Opferhilfsvereine gibt,
wo doch angeblich alles für Gewaltopfer getan wird, können die sorgfältigen Recherchen der
Presse stören und sollte deshalb auf Zeiten wie z.B. 2:45 Uhr nachts bzw. Seite 12 der 5. Beilage
zurückgestellt werden. Demokratie ist damit zur Genüge bewiesen.
7)
Für den Fall, daß durch Übereifrigkeit oder Zufall die Verfolgungszeit unter 14 Tage zu gehen
droht, sollte ein Tipgeber, eine Pseudogeisel oder eine andere Hilfsmaßnahme für den Kinderverlierer
bereit sein. Selbst ein Telefonausfall könnte jederzeit wieder auftreten.
8)
Es muß hin und wieder ein Polizist davon überzeugt werden, daß er, wenn er einem Kinder-
verlierer oder anderem Gewalttäter wehtut, von diesem mit Erfolg angezeigt werden kann.
Vom Volk wird immer wieder vergessen, daß in ganz Skandalonien die Gleichheit vor dem Gesetz
verwirklicht ist. Die o.g. Anzeigen sollten dieses hin und wieder ins Gedächtnis zurückrufen.
9)
Gute Ergebnisse bei der Manipulation einfacher Gemüter würden evtl. erzielt, wenn recht-zeitig
ein Staatsanwalt präpariert werden könnte, der wie ein Verteidiger des Kinderverlierers
argumentiert. Das gäbe der Sache den Eindruck der seriösen Unvoreingenommenheit. Der
Verteidiger muß ja schließlich sowieso verteidigen, der Staatsanwalt würde dies jedoch aus
tiefinnerlichem Gerechtigkeitsbedürfnis tun. Entschuldigungsfaktoren wie "schwere Kindheit"
u.a. gewinnen so an Wert.
Womit sich über Punkt 3 der Kreis schließt. Unter Beachtung all dieser Punkte sollte die angestrebte
Effizienz damit erreichbar sein.
Literaten
""""""""""
...nun schwebte aber da ein Planet im All. Sanft liebkost von den feinen Fäden der
Zeit. Doch gab es Zeichen, daß nicht von Dauer sein würde der convenierende
Zustand.
So kam der Tag, da die Fäden sich ballten zum Tornado. Und mit eins ward erfaßt der
Planet und gewirbelt, daß Gott erbarm. Und mannigfaltiges anderes Material aus den
Weiten des Alls und Losgerissenes von ihm selbst wirbelte desgleichen. Blieb also
nicht aus, daß geschliffen wurde am Planeten, geraspelt gar mit diesen groben
Stoffen. Allem voran mit kristallisiertem Atem des Publikums, lose gekittet durch
gesunden Menschenverstand und gesicherten Erfahrungen, was dem Menschen nützlich sei
auf seinen Wegen.
Waren da aber Einige auf dem Planeten, dem arg geplagten, die nahmen nicht hin das
Verhängnis, im Nämlichen ihren damit verbundenen Untergang. Erkannten, daß nur
eines blieb : Zu bilden eine Kapsel, geschützt von einer Schale, dimanthart und
doch lederzäh. Und sollte im Inneren ein System sein, das sich selbst erhielt durch
ständiges Geben und Nehmen. Ermöglichend so Bewegung, doch ohne Reibung, Aktivität,
doch ohne Verausgabung, Illumination, doch ohne Lichtabgabe. Kurz - das Perpetuum mobile.
Hielten dieses dann am Leben durch schlichtes Leugnen seiner Unmöglichkeit.
Wird dann in einer Million und vierundsiebenzig Tagen der Tornado der Zeit an Kraft
verlieren.
Wird dann mit dessen letztem Hauch die Kapsel sich herniedersenken zur Oberfläche
des Planeten.
Wird dann sich öffnen zur Welt die Kapsel und heraus werden treten die Klugen, die
sich da nennen Literaten, Literaturexperten, Literaturkritiker und Sonstige, die
es schafften, zur rechten Zeit ein "Litera..." voranzustellen ihrer Tätigkeit.
So ist es vorausbestimmt.
Doch nicht bis ins Letzte, was ja nicht möglich ist durch Unwägbarkeiten im Strom
der Zeit. So könnte es auch sein, daß die Emsigen beschließen, auch fürderhin zu
bleiben, wo es ihnen wohl zumute ist - in ihrer Kapsel, gleich einem warmen Neste mit
allen Eigenschaften eines solchen.
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